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Aktion #fairwertsteuer

11. 07. 2020

Weltläden stehen eng an der Seite ihrer Handelspartner - gerade auch in Krisenzeiten. Deswegen haben sie zum 1. Juli die aktion #fairwertsteuer gestartet: Sie zahlen die eingesparte Mehrwertsteuer in einen Fonds ein, mit dem von der Krise besonders betroffene Handelspartner unterstützt werden. Die Aktion wird getragen von den teilnehmenden Weltläden, dem Weltladen-Dachverband, der Fair-Handels-Beratung, dem Forum Fairer Handel, der Lieferanten-Initiative (GEPA, GLOBO, El Puente, WeltPartner) und dem FAIR BAN

 

Folgen der Corona-Krise treffen viele Handelspartner hart

Zahlreiche Handelspartner in Afrika, Asien und Lateinamerika sind besonders stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Viele von ihnen können wegen der Ausgangssperren derzeit nicht in ihren Werkstätten und auf den Feldern arbeiten, sie erhalten kein Material, fertig produzierte Ware kann teilweise nicht verschifft werden und der Verkauf im Inland ist zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig können sie am wenigsten mit staatlicher Unterstützung rechnen.

 

Viele kleine Beträge können Großes bewirken

Die Kund*innen im Weltläden würden eine Weitergabe der reduzierten Mehrwertsteuer kaum spüren. Beim durchschnittlichen Einkaufswert im Weltladen von 15 Euro entspräche diese gerade mal 30 Cent. In der Summe kommt in einem halben Jahr jedoch ein nennenswerter Betrag zusammen, der für Handelspartner im Süden einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Organisationen leisten kann. Mit der aktion #fairwertsteuer setzen Weltläden ein weiteres Zeichen für globale Solidarität und zeigen, dass sie auch in der Krise anders handeln als andere.

 

Foto: Kunsthandwerker in Coronazeiten