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Grabmale aus Kinderarbeit verboten

10. 12. 2020

In der Ratssitzung vom 7.12. befasste sich der Remagener Stadtrat u.a. mit der Friedhofssatzung. Ein Punkt, der uns schon länger beschäftigt, ist jetzt mit großer Mehrheit beschlossen worden: Grabsteine aus Kinderarbeit sind ab 2021 auf den Remagener Friedhöfen verboten.

 

Allein in Indien arbeiten ca. 150.000 Kinder in Steinbrüchen, die jüngsten sind gerade einmal 5 Jahre alt. Es ist unvorstellbar, welche Arbeit schon die kleinsten Kinder verrichten: Den gesamten Tag arbeiten sie an bis zu 45 Kilogramm schweren Schlagbohrmaschinen. Ihre körperliche Entwicklung leidet unter dieser extrem schweren Arbeit. Dazu kommt der fehlende Arbeitsschutz: Die Kinder arbeiten barfuß, ohne Schutzmaske, ohne Ohrenstöpsel und ohne Helm – verheerende Unfälle und schwerste Gesundheitsschäden sind oft die Folgen. Die Kinder werden über kurz oder lang taub, viele erkranken an Staublungen.

 

Wir begrüßen den Beschluss des Rates, der hoffentlich dazu führt, dass ein Bewusstseinsänderung eintritt und nur noch Steine genutzt werden, die nicht aus Kinderarbeit stammen.

 

Bild zur Meldung: Grabmale aus Kinderarbeit verboten