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10. Februar: Tag der Hülsenfrüchte

09. 02. 2021

Mit dem Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar wird weltweit auf die positiven Eigenschaften von Hülsenfrüchten aufmerksam gemacht. Hülsenfrüchte können einen großen Beitrag dazu leisten, unsere Landwirtschaft und Ernährung nachhaltig zu gestalten. Die große Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchte wird auch als Leguminosen bezeichnet. Dazu gehören z. B. Erbsen, Bohnen, Linsen, Soja, Lupinen und viele andere Pflanzen; weltweit insgesamt über 20.000 Arten. Das macht Hülsenfrüchte zu einer der artenreichsten Pflanzenfamilien überhaupt.

Viele Vorteile vom Acker bis zum Teller

Überall auf der Welt sind Hülsenfrüchte ein Grundnahrungsmittel. Ihre Bedeutung geht weit über den ernährungsphysiologischen Aspekt hinaus, denn ihr Anbau hat auch bedeutende Vorteile für Landwirtschaft und Klima:

Hülsenfrüchte

  • können Stickstoff aus der Luft anreichern, was die Bodenfruchtbarkeit fördert.
  • brauchen beim Anbau nur geringe Mengen an Stickstoff – und Mineraldünger. 
  • besitzen eine humus-anreichernde Wirkung und lockern enge Fruchtfolgen auf. Schädlinge somit auch der Einsatz von Pestiziden werden verringert. Landwirtschaftliche Systeme mit Hülsenfrüchten sind günstiger und nachhaltiger als konventionelle Methoden.
  • fördern die Vielfalt, sowohl von Bakterien und Regenwürmern im Boden als auch die der Bienen oberhalb des Bodens.
  • haben in der Regel einen geringen bis mäßig hohen Wasserbedarf.
  • können zur Konservierung in der Sonne getrocknet werden, wobei deutlich weniger klimawirksame Gase als bei Dosenkonserven und Tiefkühlprodukte entstehen.
  • lassen sich unverpackt verkaufen.
Corona und die Folgen in den südlichen Ländern

Mangelernährung und Hunger gehören zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Nun verschärfen die Auswirkungen der Coronapandemie die ohnehin angespannte Ernährungssituation in den armen Ländern noch einmal mehr. Allein 30 Millionen Kinder weltweit könnten in den kommenden Jahren zusätzlich unter akutem Hunger leiden. Kinder, die  von akuter Mangelernährung betroffen sind, sind für ihr Alter zu klein oder haben ein zu geringes Gewicht für ihre Größe. Eine große Gefahr besteht darin, dass sich durch Unter- und Mangelernährung hervorgerufene Entwicklungsstörungen bei Kindern durch ihr gesamtes späteres Leben ziehen und sie entscheidend beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, Kleinkinder während der Coronapandemie regelmäßig mit nährstoffreichem Essen zu versorgen.

 

Bild zur Meldung: Hülsenfrüchte - Sattmacher und Klimaretter, Bild: Welthungerhilfe