Aktuelle Projekte

Der Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig unterstützt ein Projekt der Welthungerhilfe in Malawi

 

Projektbezeichnung:          

Unterstützung für behinderte Kinder und deren Eltern im Dzaleka-Flüchtlingslager, Dowa, Malawi

 

Malawi ist ein rohstoffarmes Land im Süden von Ostafrika ohne Zugang zum Meer und mit rund 17,5 Mio. Einwohner/innen. Malawi gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Trotzdem nimmt Malawi eine wachsende Zahl von Flüchtlingen auf, wovon die meisten aus der Region der Großen Seen kommen. Die Anzahl der Flüchtlinge in Dzaleka, dem größten Flüchtlingslager von Malawi, hat sich von 15.700 Menschen im Jahr 2011 bis Mitte 2017 auf mehr als 31.000 verdoppelt. Die Flüchtlinge in Malawi bekommen nur minimale internationale Beachtung und Unterstützung und vor allem die Kinder mit Behinderung erhalten nur wenig Zuwendung.


 

Im Jahr 2009 wandte sich ein behinderter Flüchtling an den Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS), um auf die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung innerhalb der Lagergemeinschaft aufmerksam zu machen. Im selben Jahr unterstützte der JRS die Gründung des „Respite Care Center“ (RCC) einem Tagespflegezentrum, um den behinderten Menschen einen Platz für körperliche und psychosoziale Maßnahmen, Schulungen, Anteilnahme und Betreuung zur Verfügung zu stellen.

 

Im Jahr 2015 bildeten Eltern von Kindern mit Behinderung eine Gemeinschaftsorganisation, genannt Parents Association of Children with Disability (PACD), Vereinigung von Eltern von Kindern mit Behinderung.  Die Kinder haben körperliche, psychische und geistige Behinderungen oder psychosoziale Schäden, Hör- und Sehbeeinträchtigungen.  Die PACD strebt an, die Rechte der Kinder mit Behinderung zu fördern und bessere Dienstleistungen für sie zu erhalten.

 

Ein Team engagierter Eltern, die in vielen Fällen auch Mütter und Väter von Kindern mit Behinderung sind, bieten einer Gruppe von jeweils 15-20 Kindern Tag für Tag grundlegende Leistungen (z. B. Unterricht in Schreiben, Lesen und Rechnen und Übungen). Die Kinder sind nach Art ihrer Erkrankung in Gruppen eingeteilt und jeden Tag wird im RCC eine andere Gruppe betreut. Jedes Kind besucht das RCC etwa ein bis zwei Mal pro Woche. Das RCC erhielt auch Sachspenden von Privatpersonen und dem UNHCR.

Um die Kinder angemessen zu unterstützen, damit sie ein gewisses Maß an Unabhängigkeit erreichen, benötigen die Betreuer/innen dringend umfangreiches theoretischen und praktisches Wissen.

 

Der Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig unterstützt das

Projekt von Matthia Stolz

Nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Kinderheim in Bolivien besuchte Matthia Stolz das Team des Eine-Welt-Ladens in Remagen, um von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten. Bei einem Tee aus Bolivien und selbstgebackenen Kuchen mit einer Chili-Füllung nach einem bolivianischen Rezept konnten die Mitglieder etwas von der Atmosphäre vor Ort spüren. Die Präsentation war beeindruckend und hat das besondere Engagement Matthia´s und ihre Liebe zum Land allen deutlich gemacht.

Mit vielen Ideen und zupackendem Elan hat sie viele Einzelprojekte initiiert und duchgeführt. Der Aufenthalt hat sie so geprägt, dass sie die nachhaltige Fortsetzung durch weitere Besuche vor Ort sicherstellen will. Das Team des Eine-Welt-Ladens hat ihre Initiative mit einer weiteren Spende unterstützt.

Die Teilnehmer:

 

Teilnehmer

 

Bolivianisches Kinderhilfswerk

Das Bolivianische Kinderhilfswerk fördert bolivianische Kinder und Jugendliche. Es unterstützt Einrichtungen und Projekte in Bolivien mit Geld- und Sachspenden sowie persönlichen Freiwilligendiensten vor Ort. Das Kinderhilfswerk trägt dazu bei, fundamentale Bedürfnisse zu befriedigen sowie schulische und handwerkliche Ausbildung zu ermöglichen. Es kümmert sich auch um medizinische Versorgung und ausreichende Ernährung.

 

Der Eine-Welt-Laden hat Verbindung zu einer jungen Frau, Matthia Stolz, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bolivien verbringt und sich in zwei Projekte im Kinderheim „ Misk’y Wasi “ einbringt. Sie berichtet regelmäßig von ihren Erfahrungen in einem Blog

Das Kinderheim „Hogar Guadalupe“ bietet weiblichen Kindern und Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, ein Zuhause. Die Bewohnerinnen werden sowohl betreut als auch medizinisch behandelt. Die meisten Kinder wurden von ihren Familien verlassen oder verstoßen und befinden sich am Rand der Gesellschaft. Derzeit bewohnen rund 30 Mädchen und junge Frauen im Alter von 6 bis 18 Jahren das Heim. Es befindet sich in der Stadt Sucre und wird von staatlicher Seite geleitet und unterstützt.