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Unsere Geschichte

981 – vor 39 Jahren wurde der Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig gegründet. Den Weg haben der damalige Gemeindepfarrer Udo Grub mit Unterstützung seiner Frau Elke geebnet. Die evangelische Gemeinde bot auf christlicher Basis eine Plattform, am Fairen Handel teilzunehmen und Projekte in armen Ländern zu unterstützen. Von Beginn an war die ökumenische Ausrichtung des Arbeitskreises ein wichtiges Anliegen, das bis heute Prinzip geblieben ist. Der konziliare Prozess, in der Ökumene Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu erreichen, spiegelt sich auch im Logo des Eine-Welt-Ladens wider. Die Gründungsmitglieder hatten es zunächst nicht einfach: Der damals „Dritte-Welt-Laden“ bezog ein fensterloses Zimmer im Gemeindehaus. Schon damals zeigte sich, dass ehrenamtliche Mitarbeit ein besonderes Engagement erfordert. Arbeitsbedingungen, wie man sie heute als selbstverständlich erachtet, konnte man nicht einfordern.

1985 konnte der Eine-Welt-Laden im Gemeindehaus zwei Räume beziehen, sogar mit zwei kleinen Schaufenstern. Die zentrale Lage im Ort und die verbesserten Verkaufsbedingungen steigerten die Attraktivität und den Bekanntheitsgrad des Ladens.

 

Das Bewusstsein für Fairen Handel verbreitete sich. Zu dieser Zeit wurden fair gehandelte Waren nur in Weltläden vertrieben. Erst später in den 80er Jahren begann GEPA auch in den Supermärkten Fuß zu fassen. Dadurch wurde der Faire Handel einerseits ausgeweitet, andererseits mussten sich die Welt-Läden auch im Markt behaupten. Dies gelang vor allem dadurch, dass der Anteil der fair gehandelten Waren im Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig - wie in den anderen Weltläden auch - sehr viel höher ist und strengere Kriterien erfüllt.

Im Gegensatz zu den Supermärkten erfüllt der Eine-Welt-Laden nicht nur die Aufgabe, fair gehandelte Waren zu verkaufen, sondern will den Gedanken und die Prinzipien des Fairen Handels weiterverbreiten. Dazu hat der Eine-Welt-Laden Remagen Sinzig über die Jahre viele Veranstaltungen zur Information, Weiterbildung und Diskussion initiiert.

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung wurde zu zahlreichen Vortragsveranstaltungen eingeladen. Die Mitglieder des Eine-Welt-Laden-Teams haben sich darüber hinaus in jährlichen Seminaren zu entwicklungspolitischen Fragen informiert.

Gastvorträge wie zum Beispiel durch Rupert Neudeck, der anlässlich der großen Not vietnamesischer Flüchtlinge im Südchinesischen Meer mit Unterstützung des Schriftstellers Heinrich Böll das Komitee Ein Schiff für Vietnam gründete, rundeten das Weiterbildungsprogramm ab. Die Grundsätze des Fairen Handels wurden bis heute auch jungen Menschen vermittelt.

 

Die Grundsätze des Fairen Handels wurden bis heute auch jungen Menschen vermittelt. Der Besuch des Eine-Welt-Ladens war immer festes Programm für die Konfirmanden. Sie wurden in die Besonderheiten des Fairen Handels eingewiesen und mit den Problemen in armen Ländern und Möglichkeiten, den Menschen vor Ort zu helfen, vertraut gemacht.

 

Der Besuch des Eine-Welt-Ladens war immer festes Programm für die Konfirmanden. Sie wurden in die Besonderheiten des Fairen Handels eingewiesen und mit den Problemen in armen Ländern und Möglichkeiten, den Menschen vor Ort zu helfen, vertraut gemacht.

 

Die ehrenamtliche Tätigkeit und die Unterstützung der evangelischen Gemeinde ermöglichen, dass die Erlöse zu nahezu 100 % in Projekte zu Unterstützung armer Länder verwendet werden können. Aktuell unterstützen wir ein Projekt der Welthungerhilfe in Myanmar und das Bolivianische Kinderhilfswerk.

Der Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig fand auch über die kommunalen Grenzen hinweg Beachtung. Ein Zeichen dafür war der Besuch der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe am 21. März 2001. Die Ministerin informierte sich über die Arbeit des Eine-Welt-Ladens vor Ort und die Zielsetzung dieser ehrenamtlichen entwicklungspolitischen Tätigkeit. Im Anschluss an den Besuch des Ladens stellte sich die Ministerin in einer Gesprächsrunde den Fragen vieler Gäste zu Fragen der Globalisierung, den Chancen des Fairen Handels und anderen entwicklungspolitischen Themen.

In mehr als 30 Jahren gibt es natürlich nicht immer nur ein Aufwärts, es gilt auch Krisen zu meistern. Oft ist es schwierig, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, insbesondere jüngere Teammitglieder, die bereit sind, sich engagiert einzubringen. Die öffentliche Meinung schwankt über die Jahre zwischen Zustimmung und Gleichgültigkeit zu den Fragen gerechten Handels. Die Haltung „Geiz ist geil“ entzieht den Weltläden potenzielle Käufer. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder der Arbeitskreis Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig, die zum Teil schon Jahre mitwirken, besonders anerkennenswert und vielleicht Ansporn für neue Interessierte.

 

2013 folgte ein Einschnitt in der Geschichte des Eine-Welt-Ladens. Der Umbau des alten Pfarrhauses zum neuen evangelischen Gemeindehaus in Remagen brachte einen Umzug in einen kleinen, aber feinen Laden, der zwar nicht mehr ganz so zentral liegt, aber eine freundliche und helle Atmosphäre ausstrahlt. Zugleich erfolgte in den wesentlichen Positionen ein personeller Generationswechsel. Das neue Team – begleitet von den alten Hasen – will den Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig zu einem festen und bekannten Bestandteil im Ort etablieren. In engem Zusammenwirken mit dem Büchereiteam präsentiert sich der Laden an Veranstaltungen wie dem Lebenskunstmarkt („Kunst und Kaffee in der Grünen Oase“), dem Tag der Demokratie oder dem Nikolausmarkt.