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Liebe Freundinnen und Freunde des Weltladens Remagen-Sinzig,

nun ist der Weltladen auch wieder im angestammten Geschäftsraum erreichbar. Montag und Donnerstag jeweils von 16-18 Uhr ist der Laden geöffnet.

Desinfektionsmittel stehen bereit. Es darf immer nur eine Kundin / ein Kunde im Laden sein. Erst wenn diese/r das Gemeindehaus verlässt, darf die oder der Nächste eintreten. Bitte auch den Mundschutz nicht vergessen!

Daneben wird sich das Marktteam am 5. Juni wieder mit einem Stand auf dem Remagener Markt beteiligen. Sie können gerne Ihren Einkauf per Email ( ) vorbestellen und am Marktstand abholen.

Wir freuen uns auf Euren/ Ihren Besuch!

Ganz aktuell haben wir einen Bericht aus dem Flüchtlingslager Dzaleka in Malawi erhalten! Aufgrund der Einschränkungen durch das Corona Virus können die Kinder nicht mehr richtig betreut werden. Mehr dazu weiter unten.


 

Herzliche Grüße

Ihr Weltladen-Team

 

 

Aktueller Bericht vom von uns unterstützten Projekt in Malawi

Der Leiter des Programms, Johannes Kaltenbach, schreibt: "In Malawi wirkt sich Covid-19 aktuell hauptsächlich auf die Wirtschaft im Land aus. Der Tourismus-Sektor und der Konferenzbetrieb ist komplett zusammengebrochen. Das trifft nicht nur Hotels und Lodges, sondern auch alles drum herum. Vom Taxifahrer bis zum Gemüselieferanten sind alle mit einem Schlag arbeitslos geworden. Dazu kommen die ausbleibenden Überweisungen von all den Malawiern, die in Südafrika arbeiten.

Im Dzaleka Camp wurde ein Quarantäne-Lager für neu ankommende Flüchtlinge eingerichtet und ein Behandlungszentrum für Verdachtsfälle. Wir haben dafür die Sanitär- und Wasserversorgung aufgebaut, inklusive 2 kleiner Küchen. Dazu haben wir im Camp etwa 180 Handwaschstationen verteilt und mit Seife versorgt und machen Hygiene-Aufklärung. Social Distancing ist im Camp nicht wirklich möglich. Da bleibt nur der Hinweis auf häufiges Händewaschen und gute Hygiene. Covid-19 Fälle sind im Camp aktuell nicht bekannt. Allerdings wird auch nicht getestet.

Die Kinder mit Behinderungen im Camp sind besonders getroffen, da das Camp wie alle anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schließen musste. Die Kinder sind zu Hause und es fehlt ihnen der Kontakt. Die fehlende Physiotherapie/Massagen führten bei einigen Kindern zu Verschlechterung ihres Zustands. Wir haben deshalb mittlerweile mit den freiwilligen Eltern Hausbesuche zu Massagen organisiert. Auch problematisch ist die klinische Versorgung. Normalerweise fahren die Kinder zu Spezialisten in Lilongwe. Jedoch sind zur Zeit die Transportkosten nach Lilongwe um 50% gestiegen und so sind Besuche bei den Therapiezentren gerade unerschwinglich. Die Regierung hat verordnet, dass Minibusse zur Zeit nur die Hälfte an Passagieren aufnehmen dürfen und alle Minibusfahrer haben die Preise entsprechend verdoppelt. So steht nur noch das lokale Gesundheitszentrum im Camp zur Verfügung, welches aber keinerlei Erfahrung in der Behandlung von Kindern mit Behinderungen hat.

Spenden würden für die Ausweitung des Therapie-Angebotes genutzt werden.  Hier würden wir mit 1-2 Therapiezentren in Lilongwe zusammenarbeiten für Hausbesuche, on the job trainings und Schulung des Gesundheitspersonals. Je nachdem wie groß das Spendenvolumen ist, würden wir auch einen Bus auf Tagesbasis anmieten, um die Kinder zur Spezialbehandlung zu fahren. Ein 23 Sitzer kostet zur Zeit etwa 150 EUR pro Tag, inkl. Fahrer und Benzin".

Spenden sind also sehr willkommen um den behinderten Kindern vor Ort weiter helfen zu können!

 

Projekt Malawi Projekt Malawi 2


 

 

Produkt des Monats: Rosé und Weißwein vom Koopmannskloof

 Was gibt es Schöneres als ein gut gekühltes Glas Rosé oder Weißwein an einem lauen Juniabend. Und der Wein schmeckt umso besser, wenn man weiß, dass dieser Wein von einem besonders engagierten Weinbau-Unternehmen kommt:

 Das Weingut Koopmanskloof liegt etwa 50 Kilometer östlich von Kapstadt in den Bottelary Hills, die zur berühmten Weinregion Stellenbosch gehören. Das Weingut besteht aus sechs Weingärten, die seit 1896 im Besitz der Familie Smit sind. Sie gehen einen ungewöhnlichen Weg: So wurde den Mitarbeitern 2008 ein Weingarten überschrieben. Gleichzeitig wurden sie zu 18 Prozent Miteigentümerinnen und –eigentümer am Produktionsunternehmen Koopmanskloof Wingerde (Weinreben, Produktionsanlage und die Marke „Koopmanskloof“). Bereits 2007 hatte ein ehemaliger leitender Angestellter die Leitung von Koopmanskloof Wingerde übernommen. Insgesamt befinden sich zurzeit 51 Prozent der Anteile am Unternehmen Koopmanskloof im Besitz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – eine außergewöhnlich starke Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit. Insgesamt leben auf dem Weingut zurzeit 104 Beschäftigte mit ihren Familien. Zum Teil haben diese Fachkräfte mehr als 20 Jahre Erfahrung im Weinanbau. Sie sind an den Aktien von Koopmanskloof Wingerde beteiligt, wodurch sie automatisch am Gewinn beteiligt sind und damit auch eine Absicherung im Alter haben. Eine von den Angestellten gewählte Mitarbeiter-Vertretung setzt sich aktiv für deren Interessen ein und engagiert sich darüber hinaus in Gemeindeprojekten. Das beinhaltet Aktivitäten für Jung und Alt, Ausbildung, Sport, Erholung und Gesundheit.

 

Roséwein

Goue Vallei Rosé, trocken 0.75 l, 5,50 Euro  anstatt 6 Euro

fruchtig mit Note von Stachelbeeren, Erdbeeren und roten Früchten
Weißwein

Koopmanskloof Sauvignon Blanc, trocken 0.75l,  6,50 Euro anstatt 7  €

 

harmonischer Wein mit Aromen von gelben Früchten wie Maracuja

 

 

 

Entwicklungsarbeit, Hungersnot und Coronafolgen

 Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, wurde von der Frankfurter Rundschau (von  Kai Strutthoff) über die angekündigte Reform der Entwicklungsarbeit der Bundesregierung sowie über die drohende Hungersnot und Corona-Aufklärung mit Comics interviewt. Hier eine Zusammenfassung:

Herr Mogge begrüßt, dass die Bundesregierung die Art ihrer Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern regelmäßig auf den Prüfstand stellt. Die Auswahlkriterien für die Länder sollten transparent sein, damit nicht der Eindruck entsteht, dass etwa wirtschaftspolitische Interessen im Mittelpunkt stehen. Allerdings bestehe die Gefahr, dass dabei die am wenigsten entwickelten Länder hinten runterfallen. Es heißt zwar, dass in diesen Ländern private Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe weiterarbeiten sollen, aber ob diese Organisationen diese Aufgabe alleine stemmen können ist mehr als fraglich. Auch in schwierigen Ländern, in denen Reformprozesse nur langsam vorangehen, darf man die Ärmsten der Armen nicht im Stich lassen Deshalb kritisiert Mogge, dass es im Vorfeld der Neuordnung der deutschen Entwicklungshilfe keine ausreichende Abstimmung innerhalb der Geberlandschaft und mit den Hilfsorganisationen gab.

 Gerade jetzt, mitten in der Corona-Krise, brauchen all jene Länder, die über die geringsten Ressourcen, die schlechtesten Gesundheitssysteme, die schwächsten Widerstandskräfte verfügen, unsere Solidarität und Unterstützung, um Menschenleben zu retten. Mogge berichtet weiter: „Manche Projekte wurden etwas reduziert, aber eigentlich läuft alles weiter. Einige Kollegen konnten nicht mehr in ihre Projektländer einreisen, weil die Flughäfen schon geschlossen waren. Aber die meisten unserer internationalen Mitarbeiter haben bewusst entschieden, weiter vor Ort zu bleiben, wohlwissend, dass sie über Monate nicht rauskommen. Außerdem haben wir auch 2.500 nationale Mitarbeiter vor Ort, die weiterarbeiten.“ Vor dem Hintergrund der mangelnden Hygiene ist Aufklärung sehr wichtig: So hat die Welthungerhilfe  zum Beispiel einen Comic für Kinder und Jugendliche entwickelt, der in 25 Sprachen übersetzt wurde und zur Aufklärung dient. „Wir arbeiten aber auch mit Radiosendern zusammen, oder ganz traditionell mit Megafonen. Wir verteilen Seife, bauen Handwaschanlagen. Die Not ist überall unheimlich groß.“

 Eine noch viel größere Gefahr ist, dass die weltweite wirtschaftliche Rezession auch massive Auswirkungen auf die Situation in den Entwicklungsländern haben wird. Viele Investitionen wurden abgezogen, Lieferketten unterbrochen, die Nahrungsmittelpreise haben sich massiv erhöht, weil sich Importe verteuert haben. Das wird Auswirkungen auf das Armutsniveau und den Hunger in diesen Ländern haben. Tagelöhner, die ohnehin von der Hand in den Mund leben, können nichts mehr erwirtschaften. Das treibt die Menschen in die Hände von Terrorgruppen oder auf die Flucht, weil es überall besser ist, als dort, wo sie gerade sind.

Die Corona-Krise verdrängt die Nachricht, dass Ostafrika zurzeit von der  schlimmsten Heuschreckenschwärme seit 70 Jahren heimgesucht wird. Die Ausgangsbeschränkungen verhindern zudem die Eier der Heuschrecken wirkungsvoll zu bekämpfen, zumal auch Pestizide nicht geliefert werden. Diese Schwärme werden also weiter anwachsen, das letzte Grün wegfressen und die Hungersituation dort noch weiter verschärfen.

Immerhin: Die Welthungerhilfe spürt eine deutliche Solidarität in der deutschen Gesellschaft. Mogge: „Vielleicht verstehen jetzt die Menschen bei uns besser, was passiert, wenn eine Epidemie wütet, was Quarantäne und Lockdown für den Einzelnen bedeuten. Vielleicht hat das Menschen bewogen, sich mit einer Spende solidarisch zu zeigen. Dafür sind wir unendlich dankbar. Und wir hoffen darauf, dass wir jetzt keinen Abbruch erleben. Wir brauchen einen langen Atem in dieser Krise.“

 

Falls Sie noch etwas anderes suchen, fragen Sie gerne nach. Am besten per E-Mail. Wir melden uns dann bei Ihnen!

 


Wir freuen uns, wenn Sie / Ihr den Newsletter an Freunde und Bekannte weiterleiten/t. Danke dafür!

 

Weltladen Remagen- Sinzig, Marktstr. 25 , 53424 Remagen

Telefon: (02642) 3335 | E-Mail:

 

Öffnungszeitenvorläufig  begrenzte Öffnungszeiten:

Montag: 16:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag: 16:00 – 18:00 Uhr